NATUR PUR


Das Natura 2000 Schutzgebiet und das Jean Roland-Naturreservat
Entdecken Sie die herrlichen Naturschutzgebiete der Region mit ihren wundervollen Landschaften und einer einzigartigen Fauna und Flora.
Die „Côte dijonnnaise“

Südlich von der Côte-d’Or liegt die „Côte dijonnaise“ zwischen Nuits-Saint-Georges und Dijon. Sie setzt sich aus verschiedenen waldigen, von Felswänden umgebenen Kalkboden-Tälern, Magerrasenflächen und baumbestandenen Hochplateaus zusammen, die oberhalb des Anbaugebiets der Grands Crus Burgunder liegen. Im Rahmen eines Schutzgebiets Natura 2000, das sich über 2100 ha erstreckt, präsentiert die „Côte dijonnaise“ eine außergewöhnliche ökologische Vielfalt mit alpinen und mediterranen Einflüssen. Sie besticht auch durch eine ganz besondere Geologie und eine Topografie mit sehr dünnen und steinigen Böden. Auf den Kalkplateaus der „Côte dijonnaise“ sind die geländeprägenden Erosionsmulden durch austretende Quellen entstanden, die das Gestein ausgehöhlt und steile Felswände geformt haben. Aus deren Schichten kann man ihre geologische Geschichte ablesen, unter anderem das Vorhandensein eines Meeres im Jura.

Das Naturschutzgebiet La Combe Lavaux - Jean Roland
Flora

Das Naturschutzgebiet La Combe Lavaux - Jean Roland erstreckt sich im Herzen der „Côte dijonnaise“ über 510 ha in den Gemeinden von Gevrey-Chambertin und Brochon. Dieses paradiesische Fleckchen Erde mit seiner ungewöhnlich reichen Pflanzenwelt ist bei Botanikern seit dem 17. Jahrhundert bekannt und wurde im Dezember 2004 unter Naturschutz gestellt. Mit seinen über 500 blühenden Pflanzen und Farnen präsentiert das Reservat eine einzigartige Ansammlung seltener Pflanzen mit sowohl südlichem wie alpinem Einschlag, zum Beispiel Wundklee, Ähriger Blauweiderich, Goldhaaraster, Alpen-Seidelblast, Knolliger Baldrian, Echtes Federgras, Österreichische Schwarzwurzel, Knoblauch-Schnittlauch oder die endemische Biscutelle de Dijon, ein Brillenschötchen, das nur hier vorkommt.

Das Naturschutzgebiet La Combe Lavaux - Jean Roland
Fauna

Die steilen Felswänden von La Combe Lavaux und Brochon erfreuen sich nicht nur bei Kletterfans großer Beliebtheit, sondern beherbergen auch eine äußerst interessante Fauna, beispielsweise Wanderfalken, die hier gerne nisten und jagen. Jedes Jahr bauen zwei bis drei Falkenpärchen im Reservat ihre Nester. Die Trockenrasen dienen vielen Tier- und Pflanzenarten als Heimat. Unter anderem bevorzugen diverse Reptilienarten diese trockenen, sonnigen Zonen mit ihrem knorrigen Gebüsch, darunter die Westliche Smaragdeidechse und die Gelbgrüne Zornnatter. Viele Vögel finden hier den nötigen Schutz und genügend Nahrung, um ihren Nachwuchs aufzuziehen, beispielsweise der Neuntöter, die Heidelerche und der Ziegenmelker.